FDP Bad Lippspringe

FDP Ortsparteitag ganz im Zeichen der Mobilität 4.0

MdL Bodo Middeldorf zu Gast bei den Bad Lippspringer Liberalen
Bad Lippspringe.

Die FDP-Bad Lippspringe unterstützt die neue Landesverkehrspolitik in Düsseldorf. Das wurde deutlich beim Ortsparteitag mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Liberalen im Landtag, Bodo Middeldorf. NRW soll ideologiefrei und ergebnisoffen fit gemacht werden für den Verkehr der Zukunft.
Middeldorf: „Wir müssen es schaffen, die kaputten Infrastrukturen zu erneuern und gleichzeitig die Tür zur Mobilität 4.0 zu öffnen.“ Die Digitalisierung biete eine Chance dazu. Wenn autonome Kleinbusse künftig vernetzt und auf Abruf fahren können, bekomme der Nahverkehr eine völlig neue Qualität, schaute Middeldorf in die Zukunft. Ob man dabei Dieselfahrzeuge, Elektroantrieb oder Wasserstoff nutze, müsse völlig ideologiefrei entschieden werden. Das gelte für die FDP selbst dann, wenn sich am Ende ein Diesel neuester Generation in der ökologischen Gesamtbilanz als sauberste Variante herausstelle.
Zuverlässigkeit und eine höhere Frequenz von Bussen und Bahnen könnten noch erhebliche Verbesserungen bringen. Nicht Kostenfreiheit, sondern eine stetige Ausweitung der Kapazitäten führten in Ballungsräumen zum erhofften Umstieg. In Wien habe man mit einem Jahresticket für 365 Euro 40 Prozent mehr Fahrgäste gewonnen. Der Experte warnte allerdings vor dem Irrglauben, der ÖPNV könne den Autoverkehr eines Tages vollständig ablösen.
Nur mit dem Kopf schütteln konnte der Gast aus Düsseldorf, als FDP-Fraktionschef Jürgen Schaefer vom bevorstehenden Rückbau einer Rechtsabbiegerspur an der Einmündung Vorderflöß/Zubringer B1 berichtete. Mangelnde und viel zu späte Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung und dem Landesbetrieb Straßen NRW soll dazu geführt haben, dass es künftig wieder mehr statt weniger Staus beim Verlassen der Stadt gibt. Schaefer: „Wir haben schon lange vor der Landesgartenschau im Rat auf eine verkehrstechnische Lösung, z.B. eine feste Ampelanlage oder einen Kreisverkehr, in diesem Einmündungsbereich gedrungen.“

Leider passe die Missachtung von FDP-Vorschlägen ins Bild, sagte Schaefer in seinem Rechenschaftsbericht. Solange er zurückblicken könne, sei es schon immer schlechte Tradition gewesen, FDP-Anträge kaputt zu diskutieren, um sie dann im Rat rigoros abzulehnen. Nicht selten würden FDP-Initiativen von einer wie auch immer gearteten Ratsmehrheit zu einem späteren Zeitpunkt leicht abgewandelt als eigene Idee „verkauft“.
Eine deutliche Verjüngung in der Spitze wie in der Breite ergaben die Vorstandswahlen: Neben den Ortsvorsitzenden Heinfried Watermann (Wiederwahl) tritt künftig Thomas Lotz als Stellvertreter. Der 33-Jährige ist Bankkaufmann und selbständiger Immobilien-Makler. Gisela Hauk und Petra Krieger-Brockmann wurden als Schatzmeisterin und Schriftführerin bestätigt. In den Kreis der Beisitzer rücken mit Christian Oesterwinter und Lukas Lambrecht (Julis) zwei neue Gesichter auf. Anni Hossfeld stellte sich zum wiederholten Mal als Seniorenbeauftragte zur Verfügung.


Der neugewählte FDP-Vorstand mit seinem Gast aus Düsseldorf (v.l.): Lukas Lambrecht, Gisela Hauk, Petra Krieger-Brockmann, Heinfried Watermann, Bodo Middeldorf, Thomas Lotz, Jürgen Schaefer und Christian Oesterwinter.
Der neugewählte FDP-Vorstand mit seinem Gast aus Düsseldorf (v.l.): Lukas Lambrecht, Gisela Hauk, Petra Krieger-Brockmann, Heinfried Watermann, Bodo Middeldorf, Thomas Lotz, Jürgen Schaefer und Christian Oesterwinter.


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