- FDP Ortsverband Bad Lippspringe

BaliVision nach 2017

Gerade jetzt ist die Zeit für Visionen. Nichts macht die Gunst der Stunde deutlicher als die überaus erfolgreiche Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Die LGS zieht Menschen aus dem In- und Ausland an.
Die Straßen der Stadt sind gefüllt, die Stimmung ist durch und durch positiv und die Geschäfte in der Innenstadt erfahren großen Zuspruch.
Ideen sind gefragt, wie es weitergeht. Die Erfolgswelle muss weiterrollen. Alle spüren, dass was geht. Den Schwung wollen wir nutzen. Lassen wir uns mitreißen von neuen Ideen.

Ganz klar, Visionen sind gefragt. Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir?

Bürgermeister Andreas Bee wird nicht müde, die Nachhaltigkeit der LGS für die Stadt zu betonen. Wie diese Nachhaltigkeit allerdings genau aussehen wird, will oder kann er momentan nicht sagen. Deshalb stellt die FDP sich und der gesamten Kommunalpolitik die Frage: Wie vorbereitet ist Bad Lippspringe auf die Zeit nach der LGS?

Sicher, es werden auch nach dem 15. Oktober noch Besucher in den LGS-Park kommen. Sie werden Eintritt bezahlen und sie werden auch die Geschäfte besuchen. Aber ist das alles? Reicht das aus für die versprochene Nachhaltigkeit? Reicht das aus für gut florierende Geschäfte in der Innenstadt? Reicht das aus, um das gerade erst „wachgeküsste Dornröschen“, wie Bee selbst sagt, am Leben zu halten?

Die FDP ist überzeugt, es reicht nicht! Es braucht mehr! Es braucht Entwicklung über einen gesunden Gewerbemix und ein fundiertes Wachstum. Wir wollen eine Vision „Nach 2017“ oder anders ausgedrückt einen Masterplan für Bad Lippspringes Zukunft.

Jetzt gilt es, das Erreichte zu festigen und weiter auszubauen. Wer im Rausch des LGS-Erfolges seine Hausaufgaben nicht macht, verspielt die Entwicklung der Stadt.

Selbstverständlich kostet Wachstum Geld. Wachstum ist jedoch Voraussetzung für solide Stadtfinanzen. Bad Lippspringe, als Kurstadt, war schon immer einseitig auf den Bereich „Gesundheit“ fixiert. Heute stehen hier die Zeichen auf Konsolidierung und Wachstum. Das ist gut und wir hoffen, dass das noch lange so bleiben möge.

Einseitige Ausrichtung macht aber abhängig und anfällig für Konjunkturschwächen und Trendwechsel. Das gilt auch und ganz besonders für das Gesundheitswesen. Gerade Bad Lippspringern hat das schon mehrfach schmerzlich erlebt. Diese Stadt braucht ein zweites Standbein.

Kluge Unternehmer machen sich nie von einem einzigen Großkunden abhängig. Sie verteilen das Risiko bewusst und schützen sich, ihr Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen besser vor Konjunkturschwächen als von Großkunden abhängige Unternehmen. Was für Wirtschaftsunternehmen gilt, das sollte auch für die Stadt Bad Lippspringe gelten.

Die Meinungen in Politik und Verwaltung über die Zukunft von Bad Lippspringe gehen auseinander. Eine starke Gruppe will keine Entwicklung und kein Bevölkerungswachstum, denn Wachstum kostet. Die Angst ist groß, dass Ausgaben für Kindergärten und Schulen den städtischen Etat sprengen könnten. Es sollte möglichst alles so bleiben, wie es ist.

Wir – als FDP- wollen das nicht. Stillstand ist Rückschritt. Wir wollen, dass junge Familien und Kinder willkommen sind. Das darf nicht an den Kosten für Kindergärten und Schulen scheitern.
Heute hat Bad Lippspringe die älteste Einwohnerschaft aller zehn Gemeinden im Kreis Paderborn. Das sollte uns zu denken geben.

Wir wollen auch keinen Stillstand beim Wirtschaftswachstum. Wir laufen sonst Gefahr Schlafstadt von Paderborn zu werden. Wir wollen Bad Lippspringe fit machen für die Zukunft mit einem gesunden Gewerbemix, der konjunkturelle Schwächen übersteht. Wir wollen, dass die Arbeitsplätze zu den Menschen kommen und nicht umgekehrt.
Wir wollen eine lebendige Innenstadt mit zahlreichen Geschäften und einem attraktiven Angebot. Entspannt einkaufen, statt sich durch Menschenmassen kämpfen.

Wir wollen eine Wirtschaftsförderung, die den Namen verdient. Heute liegt Bad Lippspringe bei den Gewerbesteuereinnahmen ganz hinten im Vergleich zu den anderen Gemeinden im Kreis Paderborn. Politik und Verwaltung dürfen das nicht länger ignorieren. Nur stabile, ertragsorientierte Unternehmen schaffen und sichern Arbeitsplätze und leisten somit den wichtigsten Beitrag für sichere Stadtfinanzen.

Wir wollen eine mittelstandsorientierte Verwaltung, die sich kümmert, die in die Betriebe geht und gemeinsame Konzepte erarbeitet. Wir wollen einen Bürgermeister, der für die Bürger da ist und sich deren Sorgen annimmt.

Nun gilt es unter anderem auch die Anfänge des Gesundheitsstandortes Bad Lippspringe nicht aus den Augen zu verlieren. Wir sehen den Erhalt der Auguste-Viktoria-Klinik als Chance und nicht als Hypothek. Wir haben Ideen (Arztpraxen, Wohnen im Park, Gründerzentrum) wie daraus etwas Neues werden kann und der Charakter des historischen Gebäudes trotzdem erhalten bleibt.

Wir wünschen uns eine Politik der Gemeinsamkeiten, die frei von ideologischen Fesseln ist. Eine Politik die auch Minderheiten zuhört, offen für Visionen ist und dafür eintritt.
Die FDP hat eine Vision für Bad Lippspringe „nach 2017“.
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